AdScale Mediadaten
January 19th, 2008
Ich habe heute einen Account bei AdScale angelegt und im Zuge dessen ein paar Zahlen aufgegriffen.
Geht man nach den Textanzeigen bzw. CPC-Kampagnen, so sind die AdScale Publisher in folgenden Rubriken angesiedelt:
| Anteil | Rubrik |
| 30% | Lifestyle & Mode |
| 23% | Bildung & Wissen |
| 11% | Reise & Tourismus |
| 10% | Shopping |
| 9% | Computerspiele & Spielzeug |
| 8% | Freizeit & Hobbies |
| 4% | Auto & Motorrad |
| 3% | Menschen & Beziehungen |
| 2% | Nachrichten |
| 1% | Recht |
Nach den Angaben auf der Seite wäre eine Gesamtreichweite im Bereich Textlinks von 8,4 Mio. AIs monatlich möglich. Bei einer Klickrate von 0,1% würden also bei Vollauslastung 8400 Klicks monatlich generiert. Bei 0,20€ CPC im Schnitt wären dies 1680€ Umsatz im Monat, welcher dann zwischen Publisher und AdScale aufgeteilt wird. Aktuell gibt es glaube ich einen Share von 70:30, was ich ganz fair finde. Der Minimum-CPC liegt bei 0,11€.
| Werbemittel | AIs Monatlich | Anteil in % |
| Fullsize 468×60 | 47.096.856 | 25% |
| BigSize 728×90 | 77.561.040 | 41% |
| Medium Rectangle 300×250 | 5.550.036 | 3% |
| 120×600 Skyscraper | 16.359.648 | 9% |
| 160×600 Wide Sky | 43.257.192 | 23% |
Über alle Werbemittel verteilt ergibt sich laut dem Wizard auf der Seite eine mögliche monatliche Gesamtreichweite von 190 Mio. Ad Impressions. Die wesentlichen Werbemittel sind dabei BigSize, Fullsize und der 160×600 Skyscraper.
Als Publisher hat man hierbei die Möglichkeit eigene Minimum-TKPs zu definieren oder auf die Preissetzung von AdScale zu vertrauen.
Der mimimale TKP für Advertiser liegt derzeit bei 0,06€. Diese Untergrenze ist in meinen Augen deutlich zu gering, um Publisher am Anfang nicht zu vergraulen, sollten Sie selber keine Minimum-TKP’s gesetzt haben. Die 0,06€ sind zwar eine Untergrenze und es gibt ein Biet-Verfahren aber man müsste eine umso höhere Nachfrage auf der Advertiser-Seite haben, um die gebotenen TKP’s jetzt schon auf ein attraktives Niveau zu heben.
Ich bin gespannt, wie sich die Plattform und nicht zuletzt die Nachfrage auf beiden Seiten entwickeln wird. Zum heutigen Zeitpunkt könnte es schwierig sein, neue Publisher zu binden, da das Revenue-Niveau vermutlich nicht so hoch sein wird. Als Advertiser kann man somit zumindest darauf setzen, aufgrund der geringen Minimal-Gebote an günstigen Traffic zu kommen.
Es fehlt aktuell auch an Transparenz, um das Preis-Niveau zu pushen und das Biet-Modell zu fördern. Ich weiß heute nicht, wie viel ich als Advertiser eigentlich bieten muss, um Reichweite zu bekommen. Wo liegt die Preisvorstellung der Publisher? Was bieten meine Konkurrenten? Aus Publisher-Sicht: Wo liegt eigentlich der durchschnittlich gebotene TKP in meinem thematischen Umfeld auf einem bestimmten Werbemittel? Wo setze ich meine Minimum-TKP’s an. Hierzu fehlt eventuell auch einfach noch die nötige Datenbasis.
Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, direkt auf einer bestimmten Seite buchen zu können und mit dieser Seite einen Preis, Laufzeit oder Volumen zu verhandeln. Man könnte nun natürlich sagen, dass beide Parteien dann auch ohne Adscale zusammenarbeiten könnten. Ich glaube aber, dass es insbesondere für kleinere Publisher eine sinnvolle Sache wäre, über einen Partner wie AdScale das Controlling der Auslieferung, die Abrechnung etc. laufen zu lassen.
Sollte der Marktplatz gut wachsen und die Nutzer die Möglichkeit zum “spielen” bekommen und nicht zuletzt ein wenig Innovationswille und Entwicklung in die Ads gesteckt werden, wäre dies mittelfristig sicher eine gute Ergänzung zum Platzhirsch Adsense und Affiliate-Plattformen. In jedem Falle macht ein offener und auf einer Plattform basierender Advertising-Marktplatz wirklich Sinn.